King-Zentrum ausgezeichnet

Das Martin-Luther-King-Zentrum Werdau erhält den Karl-Wilhelm-Fricke-Sonderpreis für seine politsche und gesellschaftliche Bildungsarbeit.

 

Hierzu die Pressemitteilung des Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vom 29.05.2020:

„Das Martin-Luther-King-Zentrum für Gewaltfreiheit und Zivilcourage in Werdau erhält am 10. Juni von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur den Karl-Wilhelm-Fricke-Sonderpreis. Damit würdige man den beharrlichen Einsatz des Vereins für die Aufarbeitung der Diktaturen des 20. Jahrhunderts und die demokratische Bildungsarbeit, so die Geschäftsführerin Dr. Anna Kaminsky.

Zur Verleihung des Sonderpreises gratuliert der Landesbeauftragte dem Martin-Luther-King-Zentrum mit einer Laudatio: „Die Stiftung und die Jury haben eine gute und wichtige Wahl getroffen – sich in Zeiten drohender Corona-Isolation für diejenigen einzusetzen, die auf verschiedene Weise in bürgerschaftlichen Netzwerken arbeiten und für eine Vielfalt des Erinnerns sowie für Neugier auf Demokratie und Gestaltungslust stehen“, erklärt Lutz Rathenow in seiner Rede und ergänzt: „Ihr habt immer wieder wichtige Impulse gesetzt, neue Verknüpfungsformen gefunden, wie man Jugendlichen heute die Geschichte von damals verständlich machen kann und in Zusammenhang setzen mit den Themen, die heute relevant sind: Zivilcourage und Gewaltfreiheit“.

Die Bundestiftung Aufarbeitung vergibt im 30. Jahr der Deutschen Einheit insgesamt drei Sonderpreise: Neben dem Martin-Luther-King-Zentrum werden die Initiativgruppe Lager Mühlberg e. V. und das National Human Rights Museum in Taiwan für ihr Engagement geehrt. Der Karl-Wilhelm-Fricke-Hauptpreis geht in diesem Jahr an die Filmemacherin Freya Klier, die sich nach Angaben der Jury seit ihrer erzwungenen Ausreise 1988 entschlossen für die Aufklärung über das Leben in der Diktatur und die Wertschätzung der Demokratie einsetzt. Der Landesbeauftragte beglückwünscht alle Preisträger!

Der von Burkhardt Veigel gestiftete Preis erinnert an das Lebenswerk des Publizisten Karl Wilhelm Fricke. Er wird seit 2017 von der Bundesstiftung Aufarbeitung vergeben, um Persönlichkeiten, Projekte und Initiativen auszuzeichnen, die mit ihrer Arbeit das Bewusstsein für Freiheit, Demokratie und Zivilcourage stärken. Aufgrund der Corona-Pandemie wird die Preisverleihung am 10. Juni 2020 ab 11 Uhr per Live-Stream auf dem YouTube-Kanal der Bundesstiftung unter www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/stiftung/karl-wilhelm-fricke-preis übertragen und steht anschließend in der Mediathek der Stiftung zur Verfügung."

Siehe auch die Nachricht des Martin-Luther-King-Zentrums selbst (mit Film):
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