Putzen der Stolpersteine in Zwickau am 9.11.2018

Bewegende Momente in Zwickau an diesem geschichtsträchtigen Tag.

Es ist zu einer guten und wichtigen Tradition geworden, dass sich der grüne Kreisverband Zwickau ganz maßgeblich an der Putzaktion der Stolpersteine am 9.November beteiligt.

Die Veranstaltung begann um 16:00Uhr auf dem Georgenplatz mit dem Gedenken an die Opfer.

In diesem Jahr war es ein ganz besonderes Ereignis, denn vor genau 80 Jahren, am 9.November 1938 begannen an diesem Tag die Progrome gegen Menschen jüdischen Glaubens in ganz Deutschland. Sie endeten am Ende des zweiten Weltkrieges mit der Vernichtung von 6 Millionen Juden.

Diese Ereignisse geschahen auch in Zwickau und daran wollen die Stolpersteine erinnern, die an den Stellen der Stadt verlegt wurden, wo einst die Opfer lebten.

Diese Erinnerungen gilt es wach zu halten, denn was mit Verunglimpfung und Hassreden begann endete mit Brandschatzung und Mord. Damit sich solche Ereignisse niemals wiederholen, müssen sie im kollektiven Gedächtnis bleiben. Das ist der tiefe Sinn und das Anliegen des Putzens dieser Steine.

Zwei von drei "Putzgruppen" wurden von uns Bündnisgrünen geleitet (Wolfgang Wetzel und Gerhard Sonntag). Während des ziemlich anstrengenden Blankputzens der Messingplatten wurde über das Leben und Schicksal der jüdischen Menschen in Zwickau informiert. Es waren alles ganz normale Bürger von Zwickau, die nur wegen ihres Glaubens und ihrer Herkunft gedemütigt und am Ende ermordet wurden. Selbst Kinder verschonten die Nazis nicht.

Am Ende wurden Kerzen zum Gedenken entzündet und für jeden der betroffenen Menschen eine weiße Rose niedergelegt.

Erfreulich war, dass sich auch in diesem Jahr wieder eine Konfirmandengruppe aus St. Egidien und Bernsdorf mit der Pfarrerin Frau Prokopiev an der Aktion beteiligte. Keiner von den Jugendlichen hat seine Teilnahme bereut.

Ganz besonderer Dank gilt Wolfgang Wetzel, der alles organisierte und immer wieder zur Teilnahme ermuntert.