Glyphosat - Wie gefährlich ist das Ackergift für Mensch und Umwelt

Vortrag und Diskussion am Mittwoch 16. Mai um 19:00 Uhr im Bürgerbüro in Zwickau, Innere Schneeberger Str. 16

Der Diplombiologe Tomas Brückmann und der umweltpolitische Sprecher und neue Fraktionsvorsitzende der grünen Landtagsfraktion Wolfram Günther gehen dieser Frage nach und wollen mit dem Publikum darüber ins Gespräch kommen.

Worum geht es uns?

Glyphosat ist das weltweit meist eingesetzte und zugleich das derzeit umstrittenste Pflanzenschutzmittel. In Deutschland werden jährlich zwischen 5.000 und 6.000 Tonnen Glyphosat ausgebracht und auf etwa 40 Prozent der Felder eingesetzt.

Auch in Sachsen wird es in der konventionellen Landwirtschaft großflächig angewendet und als Standard-Herbizid regelmäßig auf die Felder gebracht. Da es nicht nur Unkräuter vernichtet, sondern auch auf Mikroorganismen und Stoffwechselprozesse einwirkt, ist es in den letzten Jahren zunehmend in die kritische öffentliche Diskussion geraten.

Die Frage, inwieweit Glyphosat für den menschlichen Organismus schädlich ist, wurde u.a. durch die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO, die Glyphosat als „wahrscheinlich krebserzeugend beim Menschen“ einstuft, beantwortet. Monsanto patentierte die Substanz sogar als Antibiotikum, d.h. dieses Mittel wirkt auf mikrobieller Ebene und zerstört die Bodenorganismen.

Eine Studie der Universität für Bodenkultur in Wien bewies eindeutig negative Effekte von Glyphosat auf die Aktivität und die Vermehrung der Regenwürmer im Ackerboden. Aktuell forderten wieder 33.000 Menschen bei der „Wir haben es satt!“-Demonstration am 20. Januar 2018 zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin den Glyphosat- Ausstieg. Die Fragen zu Glyphosat sind den Verbraucherinnen und Verbrauchern wichtig.