Wo einst Panzer rollten.....

Montag, 4. September 2017

Gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Westsachsen (LPV Neukirchen), dem NABU Regionalverband Erzgebirgsvorland und den Zwickauer Grünen ging es heute von 9.00 bis 11.00 Uhr durch das Naturschutzgebiet und Natura 2000-Gebiet „Am Rümpfwald“ in Glauchau.

Andreas Winkler vom NABU Erzgebirgsvorland und Salome Winkler (NABU, LPV Neukirchen) gaben kompetente Informationen zur Geschichte des ehemaligen Truppenübungsplatzes, zur Naturausstattung und zu den umfangreichen Pflegeaufgaben des NABU.

Anspruchsvolle Tierarten wie Neuntöter, Braunkehlchen, die Libellenart Große Moosjungfer oder der Kammmolch kommen hier vor. Diskutiert wurde intensiv über die Alternativen zur Pflege des Gebietes, wie z.B. durch Heckrinder, Konikpferde oder Wasserbüffel. Allerdings müsste dafür ein stationärer Koppelzaun errichtet werden, der nur über Fördermittel finanzierbar ist.

Derzeit kümmert sich ein Wanderschäfer mit seinen Tieren um die Offenhaltung. Auch wurde die Notwendigkeit einer personellen Unterstützung der Verbände bei der Umsetzung solcher Projekte angesprochen. Für die langfristige Betreuung vor Ort sollten finanzierte Gebietsbetreuer „Ranger“ zum Einsatz kommen. Denn ohne Geld läuft auch im Naturschutz nicht´s!

Das 88 ha große Naturschutzgebiet „Am Rümpfwald“ hat sich über Jahrzehnte zu einem kostbaren Offenlandlebensraum mit vielen wertvollen Biotoptypen und einer hohen Artendichte entwickelt.

Unsere beiden Bundestagskandidaten Wolfgang Wetzel und André Oehler, für den es als engagierten Naturschützer ein Heimspiel war, diskutierten mit den zahlreichen Teilnehmern über die notwendigen politischen Rahmenbedingungen, damit der Naturschutz nicht gänzlich auf der Strecke bleibt. Denn der jetzige Zustand mit einer permanenten Unterfinanzierung der Naturschutzaufgaben kann so nicht bleiben, wenn die biologische Vielfalt nicht dramatisch zurückgehen soll.